Umziehen in der Schwetzingerstadt, der Innenstadt und drumherum
Wir sitzen selbst in der Schwetzingerstadt, an der Augartenstraße. Die meisten unserer Umzüge beginnen oder enden in einem Umkreis von wenigen Kilometern. Was dabei typisch ist, haben wir hier gesammelt.

Die Schwetzingerstadt ist kein Viertel, das man auf Postkarten sieht. Sie liegt zwischen Hauptbahnhof, Oststadt und Neckarau, hat viel Altbau, viel Gewerbe am Rand und einige der lebendigsten Straßen der Stadt. Für einen Umzugsbetrieb bedeutet das: Kaum ein Umzug ist hier wie der andere.
Die Schwetzingerstadt: Altbau, Hinterhof, enge Treppen
Rund um Schwetzinger Straße, Keplerstraße und Seckenheimer Straße stehen viele Häuser aus der Gründerzeit und den Jahren danach. Drei, vier Obergeschosse, hohe Decken, selten ein Aufzug. Die Treppenhäuser sind oft schön, aber eng und haben Wendungen, an denen ein Kleiderschrank am Stück hängen bleibt.
Viele Wohnungen liegen im Hinterhaus. Dann führt der Weg vom Umzugswagen durch eine Toreinfahrt und über den Hof. Das sind leicht 30 bis 50 Meter, und zwar für jeden einzelnen Karton. Bei der Planung rechnen wir solche Wege immer ein. Sonst stimmt die Zeit am Umzugstag nicht.
- Großmöbel vorher zerlegen lassen, statt am Umzugstag zu probieren
- Bei Hinterhäusern einen Mitarbeiter mehr einplanen
- Hausverwaltung über den Umzug informieren, besonders wenn der Hof gemeinsam genutzt wird
- Bei Wohnungen ab dem dritten Stock über einen Außenaufzug nachdenken
Die Quadrate: Adressen, die Ortsfremde verwirren
In der Innenstadt gibt es keine Straßennamen, sondern Quadrate wie N7 oder U3. Für Navigationsgeräte ist das kein Problem mehr, für Helfer von außerhalb manchmal schon. Wichtiger ist aber etwas anderes: In der Fußgängerzone rund um Planken und Breite Straße ist Lieferverkehr nur zu bestimmten Zeiten erlaubt. Wer dort umzieht, muss den Umzug zeitlich darauf abstimmen oder eine Ausnahmegenehmigung haben.
In den Wohnquadraten abseits der Einkaufsstraßen ist der Platz am Straßenrand knapp, und viele Straßen sind Einbahnstraßen. Ohne Halteverbotszone parkt der LKW fast zwangsläufig in der zweiten Reihe. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern bei Straßenbahnlinien auch gefährlich.
Oststadt und Lindenhof: schöne Häuser, wenig Platz
In der Oststadt stehen große Villen und repräsentative Mehrfamilienhäuser. Die Wohnungen sind groß, die Möbel oft schwer und wertvoll. Hier lohnt sich eine Besichtigung besonders, weil Antiquitäten, Flügel oder große Kunstwerke eigene Verpackung brauchen.
Am Lindenhof ist der Parkdruck noch größer als in der Schwetzingerstadt. Wir beantragen hier fast immer ein Halteverbot, selbst für kleinere Umzüge.
Halteverbot in Mannheim: so geht es
Die Genehmigung für eine Halteverbotszone erteilt die Straßenverkehrsbehörde der Stadt Mannheim. Der Antrag sollte mindestens zwei Wochen vorher gestellt werden, besser drei. Die Schilder müssen in der Regel spätestens 72 Stunden vor dem Umzug stehen. Wer es sich einfach machen will, lässt das von der Umzugsfirma erledigen. Bei uns kostet das 140 Euro pro Ladestelle, inklusive Gebühr, Aufstellen und Abholen. Mehr dazu auf der Seite Halteverbot und Möbelaufzug.
Wohin die Leute aus der Innenstadt ziehen
Aus unserer Erfahrung gibt es zwei typische Richtungen. Junge Leute ziehen aus WGs in Neckarstadt oder Jungbusch in die Schwetzingerstadt oder die Oststadt, weil die Wohnungen etwas größer sind und der Bahnhof nah ist. Familien ziehen eher hinaus nach Feudenheim, Seckenheim oder Neuostheim, oder ganz aus der Stadt nach Schwetzingen, Edingen-Neckarhausen und Ladenburg.
Umgekehrt ziehen viele ältere Menschen aus Häusern im Umland zurück in die Stadt, in eine kleinere Wohnung mit Aufzug und kurzen Wegen. Für sie haben wir den Seniorenumzug, bei dem wir uns auch um das Aussortieren kümmern.
Was ein Umzug innerhalb der Innenstadt kostet
Ein kurzer Umzug innerhalb der Innenstadt ist günstiger als viele denken, weil die Fahrzeit kaum ins Gewicht fällt. Teuer werden Etagen ohne Aufzug und lange Wege durch den Hinterhof. Eine 2-Zimmer-Wohnung aus dem dritten Stock ohne Aufzug in eine Wohnung mit Aufzug kostet bei uns etwa 915 €. Den genauen Preis zeigt der Festpreis-Rechner.
Unser Tipp für Umzüge im Viertel
Sprechen Sie vor dem Umzug mit den Nachbarn. Ein Zettel im Treppenhaus mit Datum und Uhrzeit wirkt Wunder. Die meisten Nachbarn sind verständnisvoll, wenn sie Bescheid wissen. Und wer weiß, dass er an diesem Tag nicht in der Hofeinfahrt parken sollte, tut es meistens auch nicht.
Häufige Fragen
Brauche ich in der Schwetzingerstadt eine Halteverbotszone?
In den meisten Straßen ja. Ohne Halteverbot findet der Umzugswagen tagsüber selten einen Platz vor dem Haus.
Wie lange vorher muss ich das Halteverbot in Mannheim beantragen?
Mindestens zwei Wochen, besser drei. Die Schilder müssen in der Regel 72 Stunden vorher aufgestellt werden.
Wo melde ich mich in Mannheim um?
Beim Bürgerservice der Stadt Mannheim, innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug. Termine lassen sich online buchen.



